Steigwachsen ist die "hohe Schule", denn hier können Fehler dazu führen, dass der Ski nicht mehr funktioniert (kein Grip oder Stollen).
Grundlegend müssen beim Steigwachsen drei wesentliche Dinge beachtet werden: Haltbarkeit (Bindung des Wachses an den Belag), Stieg (die Schneekristalle müssen sich in das Wachs eindrücken können) und Fahrt (Wachs muss die Schneekristalle wieder freigeben). Wer für diese Faktoren einen angemessenen Kompromiss findet, ist auf der sicheren Seite. Dabei sollte man sich nicht scheuen, bei schwierigen Verhältnissen weiche Wachse für mehr Stieg mit harten zu kombinieren und/oder abzudecken.
Aufrauen
Steigzone mit Schleifpapier aufrauen. Für Klister etwas grober (Korn 80 bis 100), für Hartwachs etwas feiner (Korn 100 bis 180).
Staub gründlich abwischen.
Die verwendeten Produkte finden Sie unter: Zubehör
Grundieren mit Hartwachs
Gleitfläche abkleben.
Grundwachs gleichmäßig auftragen. Für sehr aggressiven Schnee Base/ VG035, sonst Green/ VG030 verwenden.
Mit Bügeleisen Wachs erwärmen und gleichmäßig auf die gesamte Steigzone verteilen.
Gegebenenfalls mit Hand nacharbeiten. Ski kalt stellen.
Hartwachsen
Wachs entsprechend Bedingungen dünn und gleichmäßig auf den grundgewachsten Ski auftragen.
Wachsschicht mit Kork gut ausreiben.
Weitere Schichten auftragen und jeweils mit Kork verreiben.
Anzahl und Folge der Schichten hängt ab von Aufbau des Ski, Schneebeschaffenheit, läuferischem Vermögen, Streckenlänge und anderen Einflüssen.
Grundieren mit Klister
Gleitzone abkleben.
Klister blau oder grün dünn auf den angerauten Ski auftragen.
Mit Bügeleisen Wachs erwärmen und gleichmäßig auf gesamte Steigzone verteilen.
Gegebenenfalls mit der Hand nacharbeiten. Ski kalt stellen.
Reinigen der Steigzone
Möglichst viel Wachs mit der Klisterspachtel entfernen.
Auf die Reste Reiniger sprühen. Kurz wirken lassen.
Mit (gebrauchtem) Pad Wachsreste abreiben.
Lösung mit Tuch abwischen (zur Wachszone hin).
Seitenwange und Deckblatt säubern.